Warum ist eine Dach- und Dachrinnenbeheizung notwendig?

Dachflächenheizungen werden zur Verhinderung von Schneelawinen oder zur Reduzierung der Dachlast durch Schnee und Eis


ohne Beheizung:

- sammeln sich auf dem Dach bei Schneefall erhebliche Schneemassen 

- vereisen Dachrinnen und Fallrohre 

- bilden sich Eiszapfen an der Dachrinne 

- frieren Fallrohre zu


Nach länger anhaltendem Schneefall können sich durch entstehende Schneelast, vor allem im Traufenbereich,Dachbeschädigungen ergeben.

Deshalb ist dort eine Dachbeheizung notwendig. Die Vereisung der Dachrinnen entsteht dadurch, dass Schmelzwasser in die Dachrinne fließt und hier bei einer Temperatur von unter 

0 °C gefriert. Das Schmelzwasser entsteht durch den Tauprozess des auf dem Dach liegenden Schnees, der infolge der Gebäudewärme ausgelöst wird, auch bei Außentemperaturen unter 0°C und auch dann, wenn das Dach wärmegedämmt ist. Sobald die Dachrinne wegen Vereisung das Schmelzwasser nicht mehr aufnehmen kann, kommt es zum Überlauf, wobei die bekannten und gefährlichen Eiszapfen entstehen. Außerdem können erhebliche Schäden im Dachgeschoß durch eindringendes Schmelzwasser entstehen. Deshalb muss die Vereisung der Dachrinne mit einer Beheizung vermieden werden. Durch Beheizung des Daches und der Dachrinne allein ist allerdings die Entstehung von Eiszapfen an der Dachrinnenkante nicht ausgeschlossen. Zum Abführen des Schmelzwassers in die Kanalisation dient das Fallrohr, das unbeheizt zum Rückstau des Schmelzwassers führt. Also gilt auch hier die Forderung, das Fallrohr zu beheizen. Um erhebliche Personen- und Sachschäden und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, ist deshalb eine Beheizung der Dachrinne erforderlich. Denn die mittelbaren Folgen ohne Beheizung sind Dachlawinen, platzende Dachrinnen, durchfeuchtetes Mauerwerk, abfallende Eiszapfen und sonstige Bauschäden, die sich durch stauendes Schmelzwasser ergeben. 


Der sinnvollste Betrieb der Dachflächenheizung ist die Regelung feuchte- und temperaturabhängig vorzunehmen. Diese Regelung schaltet die Dachflächenheizung erst dann ein, wenn zur kritischen Temperatur auch noch Feuchte in Form von Schnee oder Regen dazukommt. Das bedeutet, dass die Dachflächenheizung bei trockener Kälte ausgeschaltet ist





 Dachflächenheizung